Lebensdauer
Gebrannter Ton ist unverrottbar. Dies beweisen Tontafeln, auf denen die Assyrer uns ihre Schrift über tausende von Jahren überlieferten. Sogar die aggressiven Umwelteinflüsse der letzten Jahrzehnten konnten historischen Sichtmauerbauwerken nichts anhaben.




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Es folgt ein Artikel aus der Broschüre "Brücken zum umweltbewussten Bauen und Wohnen":


Der Rohstoff für den Ziegel ist die Erde
Bevor man in Ägypten einen Tempel errichtete , formte man vier Ziegel, die, sobald die Richtung des Gebäudes nach dem Nordstern bestimmt war, an den vier äusseren Ecken des geplanten Grundrisses in den Boden gelegt wurden. Die Ziegel dienten als Zeichen dafür, daß der neue Tempel sein Leben begonnen hatte, zum Zeichen seiner Geburt. Der Begriff für Ziegel war in Ägypten MESCHENET. Das Wort hat den gleichen Klang wie MESCHENUT, der Begriff für Geburtsstätte und Wiege. Stets war der Ziegel in Ägypten mit dem Leben in Verbindung gebracht, da er aus dem Nilschlamm geformt wurde, der jedes Jahr mit der grossen Flut als Geschenk des All-Herschers AMUN fürdie Menschen neu verfügbar war und das Land fruchtbar machte, es zum Leben wiedererweckte.
Der Rohstoff, aus dem bei uns Ziegel geformt und gebrannt werden, ist die heimische Erde. Ton, Lehm oder ähnliche Stoffe, wie Mergel, Schieferton und andere, werden in oberflächennahen Bereichen gefunden, die zumeist in unmittelbarer Nähe zu den Ziegelwerken liegen.
Ziegel: ägyptisch MESCHENET, Sinnbild für Leben wie MESCHENUT, Geburtsstätte, Wiege.
Die Herstellung von Ziegeln und ihre Verwendung im Bau einer Rampe, auf der die schweren Bauteile für den Tempel hochgezogen werden konnten. Zeitgenössische Darstellung. Wandmaterial aus dem Grab des Rochmireh um 1450 v. Chr.